1 Jahr Chor-Projekt:

Coole Revue “Café & Pop – locker vom Hocker“ nimmt Gestalt an

 

Es ist viel passiert in den vergangenen zwölf Monaten. Das Projekt “Café & Pop“, das im kommenden Jahr ganz Frankfurt mit populären Songs aus dem 20sten Jahrhundert erfreuen soll, ist aus den Kinderschuhen heraus gewachsen und hat sich zu einem coolen bewegten und bewegenden Song-Portfolio entwickelt.

 

Aber ganz von Anfang an! Wir erinnern uns noch daran – es ist bereits ein Jahr her, als offiziell am 1.11.2010 der Startschuss für das Chorprojekt mit dem damaligen Arbeitstitel „Pop & more“ fiel. Und wer Englisch beherrscht, der weiß, dass „more“ mehr heißt. Und mehr wurde es – viel mehr. Mehr Arbeit, viel mehr Spaß, mehr Bewegung und Motivation und vor allem ein viel konkreter werdendes Bild unserer künftigen Show. Ein richtiger Mehrwert!

 

Dabei sind die vielen Ideen, die Regisseur Lucius Launhardt und die Projektgruppe um den Vorstand des Männerchores Praunheim in kreativer Zusammenarbeit entwickelt haben, zu einem coolen Programm zusammen gewachsen, dessen Verwirklichung nicht einfach nur im Lernen von Texten oder im Trainieren in den Gesangsstunden besteht. Viel mehr musste Chorleiter Oliver Seiler die unterschiedlichen deutschen und internationalen Titel einzeln auf die Konzeption der vorgesehenen Revue sowie auf den vierstimmigen Chor maßschneidern – eine Riesenarbeit, die Oliver viele Stunden seiner Arbeits- und Freizeit gekostet hat.

 

Die Projektgruppe – emsig wie die Ameisen – hat in der Zwischenzeit das Programm bis ins Detail ausgearbeitet, so dass nun jedem klar ist, wann welches Lied mit welcher Choreografie und mit welchen Solo-Sängern vorgetragen wird. Die Bühnenbilder und Abläufe sind in all unseren Köpfen nun schon so klar vorhanden, dass die vielen Einzelteile zu einer erzählbaren gesamten Story geworden sind.

 

Die Sänger lernten in den vergangenen zwölf Monaten in strukturiert aufbauenden Gesangsstunden Stück für Stück und Text für Text. Dabei ist für viele ein ganz entscheidender Punkt neu dazu gekommen: wir bringen Bewegung in die einzelnen Lieder. Eine Revue soll ja etwas Bewegtes sein und kein klassisches Chorkonzert. Und so sind die Sänger – alt und jung – gefordert, eine recht anspruchsvolle Choreografie einzustudieren, zu üben und immer lockerer zu werden in ihren Bewegungen. Eine reine Kopfsache, aber mit dem Kopf ist es halt so eine Sache. Nicht immer ist jeder ganz konzentriert dabei, denn die Singstunden – beziehungsweise die Choreografiestunden – dienen ja oft auch als Pflege der Freundschaft. Und so darf Regisseur Lucius ab und zu die Grenzen seiner Coolheit leicht touchieren. Aber wer sich ein solch anspruchsvolles Programm mit einem Chor aus lauter Männern vorgenommen hat, muss sowieso über gute Nerven und eine gehörige Portion Gelassenheit und Vertrauen verfügen. Cool sein halt!

 

Damit die Revue und der Männerchor auch in der ganzen mediengetriebenen Welt bekannt werden, kam aus dem Kreis der Projektverantwortlichen der Vorschlag: „lasst uns doch ein Video machen!“. Solche Ideen verschwinden in normalen Chören wieder in der Vergessenheit. Nicht so beim Männerchor Praunheim, der einen wirklich zupackenden Vorstand und einen super-motivierten Revue-Regisseur hat. Lucius machte aus der Idee ein Projekt und aus dem Projekt ein wirklich cooles Video. In aller Windeseile mussten fast hundert passende aber zahlbare Schuhe angeschafft werden. Und dann haben emsige Helfer einfach mal so nebenbei eine AUDI-Großwerkstatt organisiert und zum Filmstudio umgebaut. Woraufhin eine stattliche Anzahl Männer an einem milden Sommer-Sonntag in schwarz-weißer Robe angetanzt ist und sich wie ein Rudel Schafe für einige Stunden vor der Kamera rumkommandieren ließ. Wie heißt es so schön: „…people follow like sheep…“. Das großartige Resultat wird in Kürze ins Internet gestellt werden und dann wollen wir mal sehn, was passiert. Im besten Fall werden wir weltberühmt und müssen unsere Revue ins Waldstadion verlegen. Ansonsten werden wir auf jeden Fall viel besser wahrgenommen, haben uns richtig stark präsentiert und erst noch einen ganz coolen Sonntag erlebt – was will man mehr.

 

War das alles? Nein! Was ist denn sonst noch passiert?

Es ist nicht zu glauben, wohin die besagten Schafe sich noch hinführen ließen – eine Hirnwäsche ist ein Klacks dagegen! Die Idee “Fit for the project“ hat wirklich Anhänger gefunden. Obwohl es ums Abnehmen ging! Cool – gell? Zwanzig Sänger hatten sich nämlich verpflichtet, einige Kilos abzuspecken, damit im kommenden Frühling (fast) nur noch gazellen-ähnliche Sänger auf der Bühne “rumtänzeln“. Und wirklich: am Oktoberfest des Männerchores wurden die durchaus vorzeigbaren Resultate dokumentiert und gefeiert. Die Gesundheit und die Chorkasse waren am Schluss beide Sieger. Die einzelnen Resultate sind natürlich streng vertraulich. Nur soviel: es war keiner dabei, der am Schluss noch gleich viel gewogen hatte oder der plötzlich fünfzig Zentimeter gewachsen war. Nein – bei jedem ist der BMI (body mass index) durch diszipliniertes Abspecken besser als vor einem halben Jahr. Chapeau!

 

Viel ist also passiert – in diesem ersten Jahr unseres Projektes. Ab jetzt werden die Details wichtig: welche Requisiten müssen noch gebastelt werden? Was muss alles angeschafft werden und wie können wir möglichst viele Sponsoren gewinnen, die bereit sind, die finanziellen Risiken eines solchen Großprojektes abzumildern? Vieles wird noch auf uns zukommen. Ich denke beispielsweise an ein sicherlich historisches Chorwochenende. Es gibt also noch viel zu tun und selbstverständlich kann man nicht alles planen und nicht alles wird sich so entwickeln, wie geplant. Doch wir alle im Chor sind überzeugt und ganz gelassen: alles wird gut!

 

Haben wir Ihren Appetit angeregt? Dann heißt es: noch vier Monate cool bleiben! Und jetzt schon im Kalender reservieren: am 4. und 18. März 2012 wird die Reise durch 50 Jahre Popgeschichte stattfinden und Sie in unsere wunderbare Liederwelt entführen. Unsere coole Revue “Café & Pop – locker vom Hocker“ wird jeden vom Hocker hauen. Versprochen!

 

Hanspeter Lanz